Moni Stein

BLAUES PFERD und ERLKÖNIG, Gips, Farbe, Wachs

Die erste Begegnung mit Moni Stein fand auf der Wiese vor ihrem Atelier in Unterwössen statt. Die Künstlerin veranstaltete dort viele Jahre das Bayerisch-Tirolerische Künstlertreffen: "Kunst am Baschtei". Ein Event, der "grenzenlos" Künstlerinnen und Künstler miteinander vernetzte. Ihre eigenen Kunstwerke im Atelier zeigten auch damals schon das große Spektrum an Themen umgesetzt in unterschiedlichsten Techniken und Material. Von der großflächigen Malerei über Bronzen, hin zu kraftvollen, trotzdem zarten Papierarbeiten und Holzcollagen verbunden mit Keramik.

Das frühe Heranführen an die Kunst durch das Elternhaus wurde durch ein erfülltes Leben mit vier Kindern und einem entsprechend großen Haushalt unterbrochen. Unabhängig im neuen Lebensabschnitt angekommen beschloss Moni Stein sich nun ganz der Kunst zu widmen und absolvierte erfolgreich eine Vielzahl von Studiengängen an Kunstakademien in Bad Reichenhall, Salzburg, Kolbermoor, Augsburg u.v.m..
Auslandsaufenthalte und eigene Studien ergänzen ihre Ausbildung. Sie arbeitet intensiv, wie unter Zeitdruck, holt in kurzer Zeit nach, was ihr für ihre Berufung sinnvoll erscheint und etabliert sich mit eigenem Atelier und Schauraum als selbstständige Künstlerin.

Die hier gezeigten Werke geben nur einen minimalen aber aussagekräftigen Einblick in das Werk von Moni Stein. Die Skulpturen sind aus unterschiedlichstem Material wie Gips, Beton, Holz und Bronze gefertigt. Durch das Zurücknehmen eines ins Detail ausgearbeiteten Körpers erzielt die Künstlerin den starken Ausdruck durch Körperhaltung und besondere Sorgfalt bei der Ausarbeitung einzelner Gliedmaßen, sowie des Gesichtsausdruckes. Die Darstellungen drücken Charaktere aus die berühren können. Das Einfangen einer Bewegung – die scheinbar gleich fortgesetzt wird – gibt den Skulpturen eine große Lebendigkeit.

Neue Arbeiten sind die zum Teil großformatig angelegten Collagen. Voraussetzung dafür war die Bereitschaft der Künstlerin zur kompromisslosen Zerstörung alter Fotos und Papierarbeiten. Moni Stein kombiniert mit Zeitungsausschnitten und Alltäglichem. Sie setzt Altes, lieb Gewordenes in einen neuen Bezug zueinander. Daraus entwickelt die Künstlerin eine völlig neue Aussage. Die Schicht aus Acrylharz, die mehrere dieser Arbeiten aus dem Zyklus ummantelt, gibt Schutz und Tiefe und bringt ins "rechte Licht" gerückt das neue Entstandene zum Leuchten.

Heute, aktuell arbeitet sie in einem Großprojekt einer Einrichtung mit und hat dort den Auftrag zur Gestaltung eines antiken Bauwerks sowie zur Schaffung einer Grossplastik.

Die Galerie MarahART zeigt die für die aktuelle Ausstellung "Hokus Pokus Fidibus" ausgewählten Arbeiten. Aus der bekannten Serie "Neue Wege" von Moni Stein begrüßt beim Betreten der Galerie ein Werk wie ein Funkenflug die Kunstfreunde. Stein zeigt in apokalyptisch anmutenden Arbeiten auf Leinwand das Chaos, das Raum schafft für Wandlung, mit Bildern "Aleppo" und "Morbides Spiel". Die beiden Plastiken "Engelwärts" begleiten das Geschehen. Bleierne Gesichter auf Zauberstäben verbunden mit zweckentfremdeter Munition sorgen für Bewegung, um sich aus diesem Chaos zu befreien. In den Kleinpastiken "Drei Frauen" und "Hennatanz" bewegen sich die dargestellten Figuren wie Ausdruckstänzerinnen, die die Schicksalsfäden neu weben. Drei ruhige Arbeiten – bewusst ohne Titel - zeigen die Zeit danach in der die Dinge neu im Werden begriffen sind. Die lebensgroße Skulptur "Hekate" – die Göttin der Wegkreuzungen aus der griechischen Mythologie – dient mit magischer Kraft der Wandlung und dem Neubeginn.

Moni Stein
HammererGraben 29
83246 Oberwössen
+49 (0) 86401258
+49 (0) 16099350257
art-monistein@t-online.de

URL:
GANZ WURSCHT BIST MA NED (Teil), Betonskulptur
GANZ WURSCHT BIST MA NED (Teil), Betonskulptur
NEUE WEGE, PapierCollage, <br/>120x160 cm
NEUE WEGE, PapierCollage,
120x160 cm
BLAUES PFERD und ERLKÖNIG, Gips, Farbe, Wachs
BLAUES PFERD und ERLKÖNIG, Gips, Farbe, Wachs

Öffentlich kommentieren

Melden Sie sich an, um einen öffentlichen Kommentar schreiben zu können.