Online-Galerie Christa-Bock-Köhler Ist-da-jemand 01

Die 1949 in Straubing geborene Künstlerin lebt und arbeitet seit 2011 in Prien am Chiemsee. Ihre aktive Teilnahme am Kunstleben in der Region und darüber hinaus haben ihren Werdegang geprägt, von der Malerei hin zum plastischen Gestalten. Mit unterschiedlichsten Werkstoffen wie Kalksandstein, Kalkstein, Gips, Beton, Acrylglas, Mosaik bis zu feinstem Japanpapier bringt sie sich in den Ausdruck. Dabei entstehen Skulpturen, dreidimensional elegant wuchtig und farbenfroh sowie zart filigran und leicht schwebend. Aufenthalte in London, Aberdeen, Irland, Südeuropa, besonders Griechenland und Afrika beeinflussen Ihr Werk bis heute.

Sie beginnt 2008 mit einem intensiven Studium, autodidakt und div. Besuche der Kunstakademien wie z.B. Hohenaschau und Cuna del Arte ergänzen ihren Weg in die Kunstwelt. Die Begegnung mit der Steinbildhauerin Verena Reimann wirkt sich wegweisend auf Ihr Schaffen aus.

Eine aktuelle Werkgruppe von Christa Bock-Köhler bilden die Säulenheiligen. Nach Wikipedia folgten christliche Säulenheilige ab dem 6. Jahrhundert asketischen Prinzipien, wie zum Beispiel dem Verweilen an einem Ort. Vor allem diese Tatsache hat die Künstlerin in Zeiten der Pandemie im wahrsten Sinne des Wortes gefesselt. Die Darstellungen sind gebunden an „Ihr“ Thema, wie Tanz, Fliegen, Dirigieren u.v.m..Die Darstellungen wirken wie Archetypen und bleiben einsam und auf Distanz in Ihrer jeweiligen selbstgewählten Rolle. Der exponierte Platz auf der Säule gibt der jeweiligen Figur die Möglichkeit sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren.

Die Grundierungen des Maluntergrundes rufen nach langer Betrachtung die unterschiedlichsten Wesen auf den Plan, denen Bock-Köhler Gestalt und Ausdruck gibt um miteinander in Kontakt zu gehen. Die Personen Ihrer Gemälde nehmen alle erdenklichen Positionen ein, um ihre Situation zu meistern. Scheinbar heimlich bis offen und aggressiv, ein Bogen, der die Vielschichtigkeit der menschlichen Kommunikation deutlich zeigt.

Mit dem Gemälde „Ist da jemand?“ macht sie Mut sich wieder zu zeigen in der Gemeinschaft, Kontakt aufzunehmen, auch mit Wesenheiten die offensichtlich nicht von dieser Welt sind, wie zum Beispiel mit „Saphira – der Einzigen ihrer Art“. Die Arbeiten wirken grenzenlos, vielschichtig - eine Anderswelt - ein möglicher Ausweg aus dem Gewohnten, mit der Sehnsucht nach “Mehr“, das kann es noch nicht gewesen sein. Hier der Bezug zum Ausstellungsthema: die Versuchung, der Goethe unterliegt und mit Faust einen neuen, riskanten Lebenssinn anstrebt…..eine menschliche Sehnsucht nach den Sternen zu greifen in dem Vertrauen, dass sich „das Gute“ durchsetzen wird, das ständige Bewerten, das uns häufig hindert, verschlungenen Wegen zu folgen, auch wenn das Ende offen ist. Bock-Köhler macht uns Mut, uns dem Außergewöhnlichen auszusetzen um Außergewöhnliches zu schaffen.

Christa Bock-Köhler
Neugartenstr. 91
83209 Prien am Chiemsee
0049 151 127 300 82
BockArts@gmail.com

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