Kuenstler Michaela-Dreier

„Ich beziehe mich auf die Natur und nutze meine Sinne um deren Vielschichtigkeit zu begreifen. Ich bezeichne mich als "Netzwerkerin" - ich verwebe, verbinde, vermale, baue Schichten auf, trage ab, verändere- auf der Bildebene und im Leben“, so die Künstlerin Michaela Dreier. Sie hat sich nach der Ausbildung zur Redakteurin in jungen Jahren intensiv mit der bildenden Kunst auseinandergesetzt. Die Sommerakademie in Salzburg u. a. bei Eva Koethen, aber auch das „Zeichnen aus dem Unbewussten“ bei Ugo Dossi hat großen Einfluss auf ihre Arbeit genommen. Parallel war sie Mitbegründerin der Malschule Burghausen, die sie über zehn Jahre leitete, inklusive dem angegliederten KunstWERK.Im Mittelpunkt stand dabei der Mensch mit seinen kreativen Wurzeln, im Kontex seiner Lebenssituation und der Kunst. Aus dieser Erfahrung heraus war für Michaela Dreier das fünfjährige Studium der unsttherapie eine logische Schlussfolgerung.

Ihr Handwerkszeug ist vielfältig wie die verwendeten Techniken und Materialien (Grafit, Bienenwachs, Fotografien, Acryl, Tempera, Pigmente, Kohle, Collage, Fundstücke). Sie beginnt häufig mit Kritzel- und Zeichenarbeit als Basis und baut darauf auf, entwickelt, imaginiert und verändert. Ständige Begleiter sind Skizzenbuch und Kamera.

Die in der Galerie gezeigten Arbeiten von Michaela Dreier sind erfüllt von archaischer Kraft, lassen schamanischen Ursprung vermuten und würdigen Vergangenes mit dem Blick auf Zukünftiges. Sie scheinen einen Weg zu bereiten mit offenem Ausgang – die Künstlerin hat das Ihre dazu beigetragen….dass die Dinge reifen können, ihnen Anstoß gegeben.

Die Installation „Korbgeburt“ bewahrt Samenstände für die Ewigkeit in Bienenwachs getaucht, jederzeit bereit zum richtigen Zeitpunkt auf fruchtbare Erde zu fallen. In der Fensterinstallation erfahren tote Bienen eine späte Würdigung. Um Bewahren geht es auch bei „Lost“ eine Hommage an vergangenes Leben – eine Übergangssituation.

Die Papierarbeit „Innenwelten“ beschäftigt sich mit der Entwicklung derselben. Durch das großzügig angelegte Trägermaterial hat die Innenwelt Platz sich auszudehnen – lebensbestimmend zu werden. Im Hintergrund das Werk „Die Schmerzen der Mütter“, wie aufgebrochene Eierschalen auf deren Inhalt sich nur noch durch die am Boden verbliebene Essenz schließen lässt (Schmerz, Liebe, Hoffnung). Eine mögliche Begleitung der Innenwelten über viele Generationen.

In den Bildwerken, meist Collagen mit Bienenwachs lasiert, zeigt Dreier Menschen in Veränderung begriffen, in abwartender Haltung – in einer Momentaufnahme die sich jederzeit lösen kann. Das Wachs löst sich durch Wärme wird neu formbar – ein Hinweis darauf, dass durch Herzenswärme völlig neue Möglichkeiten entstehen können.

Michaela Dreier
Hirschau 29
83355 Grabenstätt
0049 (0)1772291476
m3er@michaeladreier.de

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