Franziska Labitzke-Schwarz

Himmelwärts 1

„Wie wirkt der Mensch im Raum, im Bühnenraum, aus welchem Blickwinkel stelle ich ihn dar und welchen Einfluss hat der Raum auf den Menschen“, so die Künstlerin Franziska Labitzke-Schwarz. Das Wirken am Theater als Gewandmeisterin und Kostümbildnerin war prägend für ihre Kunst. Den Menschen in Szene zu setzen, um ihn dann in seiner Rolle wahrzunehmen hat die Künstlerin inspiriert dieses Erleben bildlich darzustellen. Sie ist fasziniert vom Menschen selbst, in seiner Vielfalt, seiner Farbigkeit, seinen Gefühlen. Diese Leidenschaft findet seinen Ausdruck in ihrem Werk: den Puppenobjekten, den Köpfen aus Papier und den Köpfen aus Stein.

Sie setze sich mit unterschiedlichsten Materialien auseinander und bringt diese nicht nur malerisch sondern – seit ihrem 50. Lebensjahr – auch bildhauerisch in Form. Labitzke-Schwarz verwendet ausschließlich hartes Gestein – Serpentin und Opal aus Afrika und Brasilien.

Die besondere Arbeitsweise afrikanischer Bildhauer hat das Schaffen von Franziska Labitzke-Schwarz stark beeinflusst. Diese spezielle Vorgehensweise erlaubt es der Künstlerin tief in das wesenhafte der Natur einzusteigen. Nach groben Vorskizzen entwickelt sich die endgültige Form der Skulptur während des Arbeitsprozesses. Der Stein erfährt durch die Hand der Künstlerin seine Bestimmung, indem sie die erahnten Charaktere in die Skulptur befreit – sanft im Ausdruck, dann wieder von Kraft strotzend - vielfältig. Sämtliche Arbeiten an den Skulpturen werden, der afrikanischen Tradition folgend, mit Hammer, Meißel und Feile, sowie Schleifpapier von Hand verrichtet. Zum Schluss wird die bearbeitete Fläche erhitzt mit Wachs eingelassen und poliert, um die dem Stein innewohnende Farbigkeit zu zeigen.

Auch in den hier gezeigten Bildern lässt sich Labitzke-Schwarz vom Stein inspirieren. Sie setzt einen Fokus auf eine Felsformation und drückt das dem Stein innewohnende Leben in gemalter Bewegung aus.

Ganz anders Ihre Puppenobjekte. Die Idee, wie die Künstlerin erzählt ist, die Kunst des Nähens mit Malerei zu verbinden. Das gelingt ihr durch die Kombination von Stoff und Pigment. Die Puppen muten archaisch an und wirken wissend, sie wenden sich ab von der Betrachterin, vom Betrachter, in sich gekehrt oder mit scheinbar gezieltem Blick in eine Anderswelt.

Die Köpfe aus dem Werk „Gesichtspunkte I bis V“ machen darauf aufmerksam wie unterschiedlich und trotzdem gleichwertig Gesichtspunkte nebeneinander existieren und gelebt werden können.

Franziska Labitzke-Schwarz
Alpenrosenstr.
83233 Bernau am Chiemsee
0049 (0)8051/8840
f.labitzke-schwarz@gmx.net

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